Fahrt mit der
Electrico Nr. 28


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Marlene Bunge-Kersten
Hans-Joachim Bunge




Foto: © Creative Commons-Lizenz / leoplus auf Flickr






Die Strassenbahn 28 (auf portugiesisch "eléctrico") durchquert Lissabon von Ost nach West. Mit ihr können Sie preiswert an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeirattern und - was eigentlich noch wichtiger ist - das Leben in der Stadt entdecken. Da die Linie d i e touristische Attraktion ist, müssen sie immer mit Überfüllung und Wartezeiten rechnen, zumal ein Waggon nur 20 Sitz- und 38 Stehplätze hat. Es geht recht steil bergauf und bergab - ein Spass, wenn Sie einen Sitzplatz ergattert haben. Wer stehen muss, sollte schon einigermassen fit sein.
Und Achtung: Wo Touristen sich drängeln warten auch gern Taschendiebe.

Als Anfang der 80er Jahre das Strassenbahnnetz von ca 100 km auf ca 50 km reduziert und viele Linien abgeschafft und die bestehenden Linienn modernisiert wurden, blieb die Linie 28 mit ihren aus den 30er Jahren stammenden Wagen - innen total mit Holz ausgestattet und ansonsten technisch etwas der Zeit angepasst - bestehen. Die Linie war schon damals "Kult" und eine einzigartige Touristenattraktion.

Die Fahrt beginnt am Largo Martim Moniz unweit des Eingangs zum Hotel Mundial. Achten Sie darauf, dass als Endstation am Kopf des Waggons "Prazeres" angegeben ist. Es gibt nämlich auch Bahnen der LinieNr.28, die nicht so weit fahren.
Nach einer geraden Strecke auf der breiten Hauptstrasse Avenida Almirante Reis geht es bergauf in den Stadtteil Graça bis zum Largo da Graça und der dort befindlichen Kirche Igreja da Graça. Nach einer kurzen Fahrt hält die Strassenbahn dann an derKirche São Vicente de Fora, in deren unmittelbarer Nachbarschaft dienstags und samstags die Feira da Ladra (Flohmarkt der Diebe) stattfindet.
Jetzt geht es einspurig steil die engen Gassen des Stadtteils Alfama hinunter bis zum Aussichtsplatz Miradouro Santa Luzia. Wer das Castelo besichtigen möchte sollte hier aussteigen.

Hart an den grauen Mauern der Kathedrale vorbei rattert die Bahn Richtung Baixa, durchquert dieses Geschäftsviertel und steigt dann wieder bergauf zum Largo do Chiado, wo Sie Fernando Pessoa als Bronzefigur vor dem bekannten Café Brasileira sitzen sehen.
Nun geht es auf gerader Strecke langsam bergan, vorbei am Parlament (rechts) zur Basilica da Estrela und dem gegenüber liegenden weitläufigen Park. Ab und zu verhindern geparkte Autos die Weiterfahrt. Der Strassenbahnfahrer (auf portugiesisch "guarda-freios" - der Bremsenhüter) bimmelt wild mit der Glocke und steigt dann in aller Seelenruhe aus, um auf den Übeltäter zu warten. Sichtlich verlegen erscheint eine Person und fährt so schnell wie möglich weg. Bis zur Endstation Cemitério dos Prazeres ist es nun nicht mehr weit.

Wer die gleiche Strecke zurückfahren will muss in eine andere Strassenbahn umsteigen. Zum Teil werden die Gaeste recht unsanft vom Fahrer aufgefordert, in den direkt vor der haltenden Bahn stehenden Waggon einzusteigen, obwohl auch die gleiche Bahn wieder zurückfährt. Viele Touristen sind verwundert und manchmal entspinnt sich auch eine sinniose Diskussion mit dem dann doch sehr genervten Fahrer. Es ist eben kein touristischer Rundkurs sondern eine normale Strassenbahnfahrt und die Rückfahrt von der Endstation Cemitério dos Prazeres bis in die Innenstadt muss gesondert bezahlt werden.

Der carris-Verwaltung ist insoweit der Vorwurf zu machen, die Touristen nicht hinreichend zu informiern oder einen Rundkurs fuer den doppelten Fahrpreis anzubieten. Aber offensichtlich steht die Verwaltung auf dem Standpunkt, dass es sich - was formal ja auch zutreffend ist - um eine normale Strassenbahnverbindung handelt, obgleich die Mehrzahl der Fahrgäste stets Touristen sind.

Das Ticket kostet seit 01.01.07 an Bord 1,30 Euro, im Vorverkauf an bestimmten Kiosken jedoch nur 1,50 Euro/ 2 Karten. Für die gesamte Strecke brauchen Sie - wie gerade ausgefuehrt - 2 Tickets.
Eine zentrale Möglichkeit, Strassen- und Busfahrkarten im Vorverkauf zu erwerben, ist der Kassenschalter am Fusse des elevadors Santa Justa in der Baixa.

Ein Tipp: Wer am gleichen Tag mit dem Aerobus vom Flughafen gefahren ist, (3,00 Euro) kann mit dieser Karte bis 24:00 Uhr kostenlos sämtlich Bus- und Strassenbahnlinien von carris benutzen - auch die elecrtico 28!

Hier ein interessanter link zum gleichen Thema:
Plädoyer für eine kleine Dicke



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